Fabian Dammermann und Coach Anton Siemer zu Recht stolz auf den Erfolg

Fabian Dammermann und Coach Anton Siemer zu Recht stolz auf den Erfolg

Bild: LG Osnabrück / Torben Flatemersch

Üblicherweise wechseln Osnabrücker Leichtathleten nach ersten Erfolgen auf deutscher Ebene von ihren Osnabrücker Heimatvereinen zu einem der großen Leichtathletikvereine vornehmlich im Westen der Republik. Nicht so Osnabrücks Sportler des Jahres 2018, Fabian Dammermann. Der 21-jährige Student blieb der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Osnabrück und seinem Stammverein TSG 07 Burg Gretesch treu. Und wurde gemeinsam mit dem Trainer Anton Siemer, für diese mutige Entscheidung belohnt. Erstmals in 100 Jahren Osnabrücker Leichtathletikgeschichte holte ein Athlet mit Osnabrücker Vereinstrikot Gold bei einer internationalen Meisterschaft. Im schwedischen Gävle wurde Fabian im Team mit Maximilian Grupen (LV 90 Erzgebirge), Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz) und Manuel Sanders (LG Olympia Dortmund) sowie dem im Halbfinale eingesetzten Ersatzläufer Jean-Paul Bredau (SC Potsdam) U23 Europameister. Fabian, an Position drei eingesetzt, trug mit einem beeindruckenden Lauf maßgeblich zum Sieg vor Titelverteidiger Großbritannien und Frankreich bei und hatte großen Anteil an der bemerkenswerten Zeit von 3:03,92 min. Es war bei bisher zwölf Austragungen erst das zweite Mal nach 2000, das eine deutsche Staffel diesen Titel mit nach Hause bringen konnte.

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Nachgefragt

Leo Channel: „Hallo Fabian!“
Fabian Dammermann: "Hallo!"

Leo Channel: Der sensationelle Erfolg liegt jetzt schon ein paar Tage zurück. Hast du mittlerweile realisiert, welche sportliche Leistung da vollbracht worden ist?
Fabian Dammermann:
Noch nicht wirklich, nein. Die ersten Tage nach dem Titelgewinn konnte ich es fast nicht glauben. Die letzte deutsche Goldmedaille einer 4x4 ist bereits fast 20 Jahre her und nun haben wir die nächste gewonnen. Auch nun drei Wochen nach Schweden werde ich noch oft beglückwünscht oder auf den Titel angesprochen und erzähle immer wieder gern davon.

Leo Channel: Was ist danach bei dir passiert - gab es z.B. eine kleine Auszeit oder ging es gleich wieder in den Trainingsbetrieb über?
Fabian Dammermann: Klar wurde erstmal ein wenig gefeiert. Die letzte Nacht in Schweden nach dem Sieg war schon recht kurz. Als ich dann wieder in Osnabrück angekommen war, wurde ich von meinen Freunden, meiner Familie und Vereinskollegen am Bahnhof überrascht und es ging zum Sportplatz zum Grillen. Danach ging es nach 1-2 Tagen Erholung aber auch schon wieder mit dem Training weiter. Denn mit den Deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion dieses Wochenende steht noch ein Highlight für mich auf dem Plan.

Leo Channel: Welche Rolle spielt deine Verbundenheit zu Osnabrück - bzw. zu deinem Verein LG Osnabrück/TSG 07 Burg Gretesch. Ist der Wohlfühlfaktor ein Grundstein für den Erfolg?
Fabian Dammermann:
Die Verbundenheit zu Osnabrück und meinem Verein spielt für mich eine große Rolle. Ich fühle mich in Osnabrück und im Umfeld meines Vereins einfach sauwohl und ich denke das trägt dazu bei, dass ich immer mit viel Spaß und Herzblut bei der Sache bin. Die Unterstützung seitens des Vereins und auch die Begeisterung mit der viele meine Rennen verfolge, überrascht und freut mich immer wieder.

Leo Channel: Was steht genau für die Zukunft an - welche Wettkämpfe und Ziele hast du vor Brust?
Fabian Dammermann: Dieses Wochenende steht mein vorläufiger Saisonhöhepunkt (zusammen mit der EM in Schweden) vor der Tür. Ich bin gerade in Berlin für die Deutschen Meisterschaften der Männer angekommen. Ich freue mich riesig, noch einmal die Gelegenheit zu bekommen, im Olympiastadion zu laufen und hoffe natürlich auf ein gutes Ergebnis und eine entsprechende Platzierung. Das große Ziel für die kommende Saison ist sicherlich die Olympiade in Tokio. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber eine Teilnahme wäre für mich ein wahr gewordener Traum. Und mit Träumen kenne ich mich seit dem EM-Titel in Schweden ja aus.

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